Am Bauernhof der Familie Holzweber, dem Biohof Mascherbauer in Schwertberg ist die Welt noch in Ordnung. Kühe, Schweine, Ziegen, Puten und Hühner haben Platz über Platz und können zwischen Stall und Weide bzw. Außenställen völlig frei herum laufen. Im ersten von den drei Ställen, dem Abferkelstall verbringen die neugeborenen Ferkel die ersten 6 Lebenswochen bei ihren Müttern. Sie haben einen eigens abgetrennten Stall mit freiem Auslauf nach draußen. So sonnt sich gerade das Mutterschwein, während die kleinen Ferkel gesäugt werden.
„Unsere Zuchtschweine bekommen durchschnittlich zwischen 10 und 12 Ferkel.“ Die viel zitierten Kastenstände kommen in der biologischen Landwirtschaft keinesfalls zum Einsatz. Der Verlust durch das Erdrücken der Ferkel durch die Muttersau ist jedoch vernachlässigbar und „in der Natur ist es selbstverständlich, dass nicht jedes Tier überlebt, das ist der Lauf der Dinge“ entkräftet Gertrude Holzweber.
„Biobauer ist kein normaler Beruf, das muss man schon aus Berufung machen. Vor allem braucht man Liebe zur Natur, zu den Tieren und auch zu den Menschen“ erklärt Hermann Holzweber. In konventioneller Landwirtschaft hält man auf gleicher Stallfläche ungefähr dreimal so viele Tiere als auf einem biologisch geführten Bauernhof und der Arbeitsaufwand – die Tiere liegen auf Stroh und nicht auf Spalten – ist natürlich um ein vielfaches höher.
Gertrude Holzweber: „Und unsere Kinder sollen auch noch etwas von unserer schönen Natur haben. Und der Umgang mit unseren Tieren ist für uns eine Frage des Respektes, ich möchte selbst ja auch nicht eingesperrt sein!“
Die Entscheidung, wie Tiere gehalten werden trifft der Konsument. Jeden Tag aufs Neue!